Augen zu und durch von Natascha Ochsenknecht

  • Titel: Augen zu und durch
  • Autorin: Natascha Ochsenknecht
  • Erscheinungstermin: 9. Mai 2012

Klappentext
Man könnte meinen, dass bei den Prominenten das Leben irgendwie einfacher ist. Sie müssen sich um Geld keine Sorgen machen, der Alltag besteht aus Partys und Wohltätigkeitsveranstaltungen und die Familien funktionieren von ganz alleine. Könnte man meinen. Die Wirklichkeit sieht aber etwas anders aus. Natascha Ochsenknecht erzählt offen und ungeschminkt ihre Geschichte und die ihrer Familie, die – so verrückt sie auch in der Öffentlichkeit erscheinen mag – noch viel mehr zu bieten hat als außergewöhnliche Vornamen und Auftritte auf dem roten Teppich. Natascha Ochsenknecht erzählt entwaffnend offen von ihrem Leben in der Glamourwelt und Phasen tiefer Depression, von der großen Liebe, großer Enttäuschung und einer Wunschfamilie, die gemeinsam unglaubliche Krisen meistert und am Ende dennoch zerbricht. Vor allem aber erzählt sie davon, wie sich ein Leben an der Seite eines bekannten Schauspielers anfühlt, wie man sich nach einer schmerzhaften Trennung neu orientiert und wie man ein neues Leben beginnt, wenn alle dabei zusehen.

Natascha Ochsenknecht war für mich immer die Irre mit dem pinken Lippenstift, die halt hauptberuflich Ex-Frau war. Irgendwie bin ich zum Schleuderpreis an dieses Buch geraten und war doch (inhaltlich) überrascht. Also, diplomatisch ausgedrückt würde ich sagen: Liebe Natasche, bitte nicht deinen Job als „in-den-Medien-präsent-sein“ kündigen und hauptberuflich Autorin werden, ok? ^^ Besonders granate geschrieben ist dieses Erstlingswerk nicht. Was man natürlich auch als Pluspunkt werten kann, denn ganz offensichtlich war da kein Ghostwriter am Werk ^^.

Nicht überraschend geht es inhaltlich um das Leben der Autorin: Ehe, Kinder, Jobs, Familie. Erstaunlicherweise kamen bei mir keine Hassgefühle auf, obwohl Frau Ochsenknecht im Prinzip durchweg erzählt, wie übel ihr manch einer mitgespielt und wie sehr sie sich für ihre Lieben aufgeopfert hat. Jedoch erscheint mir die Autorin ohne falsche Selbstbeweihräucherung einfach von ihrem Leben zu berichten. Nicht auf der Jagd nach Mitleid oder Aufmerksamkeit (ok, natürlich ein bisschen, sonst gäb’s das Buch ja erst gar nicht :D), sondern einfach weil sie das jetzt mal für eine gute Idee hält. Am Ende angekommen, war mir Frau O. plötzlich sehr sympathisch. Auch wenn ich über den Verweis auf den Missbrauch ihres ältesten Sohnes gestolpert bin und nur hoffen kann, dass das von ihm vorher so abgesegnet war und nicht zum Erhöhen von Verkaufszahlen und Medienpräsenz preisgegeben wurde.

Fazit: Wer Hemingway erwartet, wird enttäuscht. Wer Einblicke in das Leben eines Promis will, der ist hier richtig. Mit der passenden Erwartungshaltung eine nette Lektüre, die man sich am besten irgendwo leiht oder mal im Sale ersteht.

2 von 5 Bananen

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