Fettnäpfchenführer Indien

Der Urlaub naht, liebe Buchbananen, und ich kann nicht aus meiner Haut: ich muss mich vorbereiten 😂 Gerade Mumbai, der erste Stop auf meiner Route, erscheint mir derzeit noch wie ein fremder Planet, was es zwar ungemein spannend und abenteuerlich macht, aber doch auch nach mehr Einlesen verlangt als andere Reiseziele.

Das Internet ist bei vielen – wenn nicht gar allen – Themen ein Quell fast absurder schwarz/weiß Zeichnung. Die einen sagen so, die anderen genau anders, und Mittelmaß ist ein Fremdwort. Das ist mir noch nie so krass aufgefallen wie bei meinen aktuellen Reisevorbereitung. Scheinbar kann ich in Indien nur auf ein farbenfrohes Wunderland mit vielen freundlichen Menschen treffen oder in mein Verderben rennen. Und dazu kommt noch, dass ich als Frau alleine unterwegs bin…

Glücklicherweise kennt Amazon mich nach unser langjährigen, mehrheitlich (zumindest von meiner Seite aus) monogamen Beziehung fast schon besser als ich mich selbst und beweist bei den Buchvorschlägen ein feines Gespür für das, was mich die Kreditkarte zücken lässt.

So kam es, dass der Fettnäpfchenführer Indien von Karin Kaiser den Weg zu mir fand. Reiseführer-typisch hatte ich objektive Empfehlungen oder subjektive Erfahrungen erwartet – und fand es zunächst etwa befremdlich, dass die fiktive „Alma“ mich durch Buch und Land geleitet.

Jedes Kapitel ist in drei Teile geteilt. Zunächst gibt es einen fast belletristischen Erzählabschnitt über Almas Abenteuer und ihr (Fehl-) Verhalten. Dann wird, durch den ebenfalls fiktiven Onkel Friedrich, das Fettnäpfchen benannt. Abschließend gibt es Lösungsvorschläge, wie man derartige Situationen vermeidet oder sich im schlimmsten Fall heraus rettet. In einer Infobox gibt es Hintergrundinfos zum jeweils behandelten Thema.

Nach dem ich mich einmal mit Alma angefreundet hatte, empfand ich dieses Buch als sehr hilfreich. Die Tipps sind aus dem Alltag gegriffen und 100% hätte ich mir den Großteil der Fettnäpfchen gegönnt. Jetzt habe ich das Gefühl, schon ein wenig genauer zu wissen, was mich bei meinem Abenteuer erwartet und wie ich mich sicher und respektvoll durch die indische Gesellschaft bewege.

Auf den letzten Seiten gibt es noch die wichtigsten Worte auf Hindi. Klar, Englisch ist Amtssprache. Aber sicherlich kann man mit der ein oder anderen, gezielt eingestreuten Vokabel Sympathiepunkte sammeln.

Wer neugierig auf Indien ist oder gar seine erste Reise dorthin plant, der sollte sich diese Buch zu Gemüte führen.

4 von 5 Bananen

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