Into the Wild von Jon Krakauer

Bananen,

bitte lasst uns zuerst den Namen „Krakauer“ feiern 😀

Ok,und jetzt lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses spannende Werk, das, vielleicht wisst ihr es, auch schon mit Sean Penn in der Hauptrolle verfilmt wurde. (Nachtrag: Sean Penn hat den Film realisiert, Emile Hirsch war der Hauptdarsteller) 

Es handelt sich rein vom Genre her um eine Biographie, aber nicht im klassischen „er wurde geboren, dann lebte er und irgendwann war er tot“ Stil. Denn der eigentliche Sinn dieses Buches ist nicht vom Lebens des Chris McCandless zu berichten, sondern seine Todesumstände zu beleuchten.

Schon immer war Chris irgendwie anders, mit der Gesellschaft unzufrieden und stark mit der Natur verbunden. Vor allem Alaska hatte es ihm angetan und wurde zum Land seiner Träume; hier wollte er, mit möglichst wenig Ausrüstung, nur von und mit der Natur leben.

Während Schulzeit und Studium war er zum Kompromiss eines „normalen“ Lebens mit ausgedehnten Reisen in der Ferienzeit bereit. Doch kaum hielt er sein Diplom in Händen, machte er sich, ohne ein Wort an seine Familie zu richten, auf. Es zog ihn hierhin und dorthin, bis er final, nach drei Jahren des Umherwanderns, an seinem Ziel ankam: Alaska!!

Mit wenig und teils nicht idealer Ausrüstung wollte er nun seinen Plan umsetzen.

Auf leeren Seiten der mitgebrachten Bücher, u.a. ein Werk über die Flora Alaskas, hinterließ er eine Art Tagebuch, das sich viel, fast ausschließlich mit seiner Nahrung befasst.

Irgendwann sieht er sein Vorhaben als erfolgreich abgeschlossen an und macht sich auf den Rückweg. Doch Alaska ist im Sommer noch eine ganze Nummer härter als im Winter und der Fluß, auf dem Hinweg mehr ein kleines Hindernis, nun unüberwindbar. Doch da er schon viele Wochen in der Wildnis überlebt hat, ist es für Chris kein Grund, sich zu sorgen.

Er kehrt zurück zu dem für Jäger und Wanderer aufgestellten Bus, den er schon zuvor als Unterkunft genutzt hat. Für eine Weile geht sein Leben weiter wie bisher, doch plötzlich ist er sehr krank und schwach. Laut seinen Aufzeichnungen scheint er sich versehentlich selbst vergiftet zu haben. Von nun an geht es ihm jeden Tag schlechter, er hat kaum noch die Kraft zur Nahrungssuche, geschweige denn, die Wildnis zu verlassen.

Nach wenigen Tagen ist Chris tot.

Wow, was für ein aufwühlendes Buch. So absolut mit seinen Eltern zu brechen, das ist schon hart. Vor allem, wenn es scheinbar keinen Grund dazu gab. Und bei allem Verständnis für die Freuden der reinen Wildnis: es ist schon beinah pervers zu wissen, dass mit einer simplen Karte der Region in seinem Besitz Chris McCandless wahrscheinlich noch am Leben wäre.

Sehr inspirierend der Teil, dass Chris seinen Traum lebt, sich von der Gesellschaft abwendet und sein Glück in Einsamkeit und Einfachheit findet.

Das Buch beleuchtet den Fall McCandless und nennt noch einige andere junge Männer, die, zu unterschiedlichen Zeiten, einen recht ähnlichen Weg gegangen sind – i.d.R. mit glücklichererem Ausgang.

Ein Buch für alle, die gern über außergewöhnliche Biographien lesen.

5 von 5 Bananen 

Kauft es euch auf Deutsch für 8.99€ und auf Englisch für 6.29€.

Nachtrag: lest auch das Buch The Wild Truth, das Carine McCandless über die Geschichte ihrer Familie und den Tod ihres Bruders Chris verfasst hat.

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