The Wild Truth von Carine McCandless 

Bananen 😱

Ich hab euch ja schon vor ein paar Tagen von Jon Krakauers Into the Wild berichtet (lest HIER die Rezension). Am Ende des Buches hatte ich zwar durchaus das Gefühl, dass an der Geschichte noch mehr dran war, als es den Anschein hatte. Doch fand ich zwischen den Zeilen nichts, was mich auf die Erzählungen von Carine McCandless vorbereitet hätte….

Denn hab ich mich bei Krakauers Werk noch gefragt: „Wieso hat Chris seine Familie ohne ein Wort verlassen? Warum schreibt er Freunden, nicht aber seiner Familie, wenn er doch schon befürchtet, dass sein Alaska Abenteuer fatal enden könnte?“ Ich konnte mir keinen Reim darauf machen.

Doch wenn nun seine Schwester von einer Jugend berichtet, in der Gewalt und Manipulation vorherrschten, und eine schwache Mutter dem narzisstischen Vater immer und immer wieder verzieh (gesellschaftliches Ansehen und monetäre Gründe scheinen hier die Motivation gewesen zu sein), dann sieht man Chris plötzlich in einem ganz neuen Licht.

An den Beschreibungen über die furchtbaren Umstände während des Heranwachsens zweifel ich keinen Moment. Doch erscheint mir Carine selbst sehr geschönt dargestellt. Sicherheilich hatte sie kein einfaches Leben und musste viele Schicksalsschläge verkraften. Aber, und ich kann nicht genau sagen, was mich zu dieser Ansicht veranlasst: ich kann das alles nicht ganz für bare Münze nehmen. Möglicherweise erscheint es mir immer sehr einstudiert, wenn sie von ihren eigenen Umständen berichtet. So als schreibt sie nicht, um die Wahrheit zu erzählen, sondern um den äußeren Schein zu wahren und Dinge zu beleuchten, mit denen sie schon oft (auf negative Art) konfrontiert wurde.

Viel wichtiger erscheint mir jedoch folgende Frage: wenn Carine zum Zeitpunkt des Todes ihres Bruders bereits nicht mehr bei ihren Eltern gewohnt hat, warum hat er ihr keine Karte geschickt? Keinen Brief? Absolut kein einziges Wort? Wo sie sich doch gleichzeitig angeblich so nahe gestanden haben….

Ich muss sagen: lange hat mich keine Geschichte mehr so berührt wie die von Chris McCandless. Was für ein inspirierender junger Mann, der mit Sicherheit noch zu einem viel beeindruckenderen Menschen herangereift wäre, hätte er die Chance dazu gehabt.

Alle, die sich in Into the Wild auf seine Spuren begaben, die MÜSSEN das Werk seiner Schwester lesen, denn nur so fügt es sich zu einem ganzen, wenn auch sicher noch lückenhaften, Bild zusammen.

Ich bin absolut begeistert, habe mal wieder meine U-Bahm Haltestelle verpasst und am Ende auch ein bisschen geweint.

5 von 5 Bananen

Kaufen könnt ihr die englische Version für 5.94€ und die deutsche für 15.99€.

Abschließend ein Zitat von Chris, das nicht nur seine Einstellung zum Leben im Kern erfasst, sondern uns allen ein Anstoß sein sollte, unser eigenes zu überdenken.

So many people live within unhappy circumstances and yet will not take the initiative to change their situation because they are conditioned to a life of security, conformity, and conservatism, all of which may appear to give one peace of mind, but in reality nothing is more damaging to the adventurous spirit within a man than a secure future.

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Into the Wild von Jon Krakauer

Bananen,

bitte lasst uns zuerst den Namen „Krakauer“ feiern 😀

Ok,und jetzt lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses spannende Werk, das, vielleicht wisst ihr es, auch schon mit Sean Penn in der Hauptrolle verfilmt wurde. (Nachtrag: Sean Penn hat den Film realisiert, Emile Hirsch war der Hauptdarsteller) 

Es handelt sich rein vom Genre her um eine Biographie, aber nicht im klassischen „er wurde geboren, dann lebte er und irgendwann war er tot“ Stil. Denn der eigentliche Sinn dieses Buches ist nicht vom Lebens des Chris McCandless zu berichten, sondern seine Todesumstände zu beleuchten.

Schon immer war Chris irgendwie anders, mit der Gesellschaft unzufrieden und stark mit der Natur verbunden. Vor allem Alaska hatte es ihm angetan und wurde zum Land seiner Träume; hier wollte er, mit möglichst wenig Ausrüstung, nur von und mit der Natur leben.

Während Schulzeit und Studium war er zum Kompromiss eines „normalen“ Lebens mit ausgedehnten Reisen in der Ferienzeit bereit. Doch kaum hielt er sein Diplom in Händen, machte er sich, ohne ein Wort an seine Familie zu richten, auf. Es zog ihn hierhin und dorthin, bis er final, nach drei Jahren des Umherwanderns, an seinem Ziel ankam: Alaska!!

Mit wenig und teils nicht idealer Ausrüstung wollte er nun seinen Plan umsetzen.

Auf leeren Seiten der mitgebrachten Bücher, u.a. ein Werk über die Flora Alaskas, hinterließ er eine Art Tagebuch, das sich viel, fast ausschließlich mit seiner Nahrung befasst.

Irgendwann sieht er sein Vorhaben als erfolgreich abgeschlossen an und macht sich auf den Rückweg. Doch Alaska ist im Sommer noch eine ganze Nummer härter als im Winter und der Fluß, auf dem Hinweg mehr ein kleines Hindernis, nun unüberwindbar. Doch da er schon viele Wochen in der Wildnis überlebt hat, ist es für Chris kein Grund, sich zu sorgen.

Er kehrt zurück zu dem für Jäger und Wanderer aufgestellten Bus, den er schon zuvor als Unterkunft genutzt hat. Für eine Weile geht sein Leben weiter wie bisher, doch plötzlich ist er sehr krank und schwach. Laut seinen Aufzeichnungen scheint er sich versehentlich selbst vergiftet zu haben. Von nun an geht es ihm jeden Tag schlechter, er hat kaum noch die Kraft zur Nahrungssuche, geschweige denn, die Wildnis zu verlassen.

Nach wenigen Tagen ist Chris tot.

Wow, was für ein aufwühlendes Buch. So absolut mit seinen Eltern zu brechen, das ist schon hart. Vor allem, wenn es scheinbar keinen Grund dazu gab. Und bei allem Verständnis für die Freuden der reinen Wildnis: es ist schon beinah pervers zu wissen, dass mit einer simplen Karte der Region in seinem Besitz Chris McCandless wahrscheinlich noch am Leben wäre.

Sehr inspirierend der Teil, dass Chris seinen Traum lebt, sich von der Gesellschaft abwendet und sein Glück in Einsamkeit und Einfachheit findet.

Das Buch beleuchtet den Fall McCandless und nennt noch einige andere junge Männer, die, zu unterschiedlichen Zeiten, einen recht ähnlichen Weg gegangen sind – i.d.R. mit glücklichererem Ausgang.

Ein Buch für alle, die gern über außergewöhnliche Biographien lesen.

5 von 5 Bananen 

Kauft es euch auf Deutsch für 8.99€ und auf Englisch für 6.29€.

Nachtrag: lest auch das Buch The Wild Truth, das Carine McCandless über die Geschichte ihrer Familie und den Tod ihres Bruders Chris verfasst hat.

Nelson Mandelas Autobiographie „Der lange Weg zur Freiheit“

Liebe Bananen,

Afrika ❤

wissta bescheid 😉

Steht ihr auf (Auto-)Biographien spannender Menschen? Dann MÜSST ihr dieses Buch lesen!!

Nelson Mandela wurde 1918 als Mitglied der Königsfamilie in der südadfrikanischen Transkei geboren. In seiner eher ländlichen Heimat spürte er nicht viel von der Vorherrschaft der Weißen in seinem Heimatland und hatte aufgrund seiner royalen Stellung auch ein eher privilegiertes Leben. Im Zuge seiner Schul- und Universitätsbesuche kam er dann aber mit der Apartheit in direkten Kontakt und beschloss, sich dem African National Congress, kurz ANC, anzuschließen. Eine Politik, in der die Minderheit herrschte und die Mehrheit als Bürger zweiter Klasse (und das ist fast noch zu positiv formuliert) ihr Leben bestritt, das konnte und wollte Mandela nicht akzeptieren. Ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile widmete er sein Leben dem Kampf für ein freies Südafrika, frei für jeden, egal welcher Hautfarbe. Doch es sollte ein langer Weg werden…

Überrascht hat mich, dass der Friedensnobelpreisträger Mandela zum bewaffneten Kampf aufgerufen und sogar den MK (Umkhonto We Sizwe // Der Speer der Nation), den militärischen Flügel des ANC, gegründet hat. Das mein ich gar nicht wertend, denn rein aufgrund seiner Autobiographie urteilend scheint mir der Griff zu den Waffen doch ein gerechtfertigter Schritt gewesen zu sein. Wie leicht sich das sagen lässt, so im heimischen Wohnzimmer ^^
Überrascht hat mich auch, dass das faktische Ende der südafrikanischen Apartheid erst 1994 in Kraft getreten ist. Da war ich schon in der Schule, eigentlich schon fast wieder mit der Grundschule fertig. Das kommt mir so überholt vor, die Idee rassischer Überlegenheit, dass mich dieser doch erst recht kurze Zeitraum irgendwie aus dem Konzept gebracht hat…

Man merkt dem Buch deutlich an, dass es mit Abstand zu den eigentlich Ereignissen geschrieben und von verschiedenen Seiten abgesegnet wurde. Manch ein Lob und manch eine Handlungserläuterung mag sicherlich einen wahren Kern haben, erschien mir doch überdeutlich betont. Das hängt in der jeweiligen Situation sicherlich mit den Erfahrungen Mandelas zusammen: hatte man ihm häufig x vorgeworfen, so war das jetzt seine Chance, seine Motive zu erläutern und sein Verhalten ins rechte Licht zu rücken.
Vor allem bei seinen politischen Alleingängen in den Verhandlungen mit der damals regierenden National Party fände ich es unglaublich spannend, was seine ANC Kollegen in unzensierter Version zu sagen hatten ^^

Mandela spart nicht an Selbstironie und auch durchaus nicht an Selbstkritik, v.a. wenn er über seine Familie schreibt. Als Vater der Nation hatte er viele Kinder, so dass seine leiblichen sicherlich manchmal zu kurz kamen…
Natürlich kommt da noch hinzu, dass er fasst 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht hat.
Von Herzen freut es einen dann beim Lesen, wenn ein Mensch, der so viel für seine Nation und sein Volk an persönlichen Opfern gebracht hat, dann auch wahrlich die Früchte seiner Arbeit ernten kann und seinen lebenslangen Traum, ein freies Südafrika, noch erlebte. Anders erging es da seinem langjährigen Weggefährten Oliver Tambo, der noch vor den ersten freien Wahlen verstarb. Da könnt ich ehrlich heulen bei sowas…

Nelson Mandela, ein Mensch, der am Ende sagen konnte: a life well lived. Viel erlebt, viel geleistet. Ein wirklich inspirierender Mann!!

Wenn ihr Bock auf Geschichte & Lebenserinnerungen habt, dann ist das hier euer Buch. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass es sich um einen solchen Schinken handelt (mehr als 800 Seiten) – es lohnt sich.
Manko fand ich z.T. die deutsche Übersetzung. Meist sehr gelungen, bin ich oft auch über Formulierungen und Textstellen gestolpert, die man hätte besser machen können. Aber ich habe auch eine ältere Auflage vorliegen gehabt, vielleicht gilt diese Kritik für neuere Versionen nicht mehr. Rückblickend hätte ich mir das Buch lieber im englischen Original gekauft.

Schließen wir ab mit Mandelas Worten:

Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst ist, sondern der Triumph über sie. […] Der tapfere Mensch ist nicht der, der keine Angst verspürt, sondern der, der diese Angst überwindet.

5 von 5 Bananen

Kaufen könnt ihr Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie für 11,99€ und Long Walk to Freedom: The Autobiography of Nelson Mandela (English Edition) für 6,99€. Es gibt auch noch einen Hollywood Spielfilm sowie eine Doku 😀

Hier mal ein paar Fotos von der Gefängnisinsel Robben Island vor Kapstadt, auf der Mandela 18 Jahre als Gefangener verbrachte:

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Bildnachweis: von mir höchstpersönlich 2009 aufgenommen.

Augen zu und durch von Natascha Ochsenknecht

  • Titel: Augen zu und durch
  • Autorin: Natascha Ochsenknecht
  • Erscheinungstermin: 9. Mai 2012

Klappentext
Man könnte meinen, dass bei den Prominenten das Leben irgendwie einfacher ist. Sie müssen sich um Geld keine Sorgen machen, der Alltag besteht aus Partys und Wohltätigkeitsveranstaltungen und die Familien funktionieren von ganz alleine. Könnte man meinen. Die Wirklichkeit sieht aber etwas anders aus. Natascha Ochsenknecht erzählt offen und ungeschminkt ihre Geschichte und die ihrer Familie, die – so verrückt sie auch in der Öffentlichkeit erscheinen mag – noch viel mehr zu bieten hat als außergewöhnliche Vornamen und Auftritte auf dem roten Teppich. Natascha Ochsenknecht erzählt entwaffnend offen von ihrem Leben in der Glamourwelt und Phasen tiefer Depression, von der großen Liebe, großer Enttäuschung und einer Wunschfamilie, die gemeinsam unglaubliche Krisen meistert und am Ende dennoch zerbricht. Vor allem aber erzählt sie davon, wie sich ein Leben an der Seite eines bekannten Schauspielers anfühlt, wie man sich nach einer schmerzhaften Trennung neu orientiert und wie man ein neues Leben beginnt, wenn alle dabei zusehen.

Natascha Ochsenknecht war für mich immer die Irre mit dem pinken Lippenstift, die halt hauptberuflich Ex-Frau war. Irgendwie bin ich zum Schleuderpreis an dieses Buch geraten und war doch (inhaltlich) überrascht. Also, diplomatisch ausgedrückt würde ich sagen: Liebe Natasche, bitte nicht deinen Job als „in-den-Medien-präsent-sein“ kündigen und hauptberuflich Autorin werden, ok? ^^ Besonders granate geschrieben ist dieses Erstlingswerk nicht. Was man natürlich auch als Pluspunkt werten kann, denn ganz offensichtlich war da kein Ghostwriter am Werk ^^.

Nicht überraschend geht es inhaltlich um das Leben der Autorin: Ehe, Kinder, Jobs, Familie. Erstaunlicherweise kamen bei mir keine Hassgefühle auf, obwohl Frau Ochsenknecht im Prinzip durchweg erzählt, wie übel ihr manch einer mitgespielt und wie sehr sie sich für ihre Lieben aufgeopfert hat. Jedoch erscheint mir die Autorin ohne falsche Selbstbeweihräucherung einfach von ihrem Leben zu berichten. Nicht auf der Jagd nach Mitleid oder Aufmerksamkeit (ok, natürlich ein bisschen, sonst gäb’s das Buch ja erst gar nicht :D), sondern einfach weil sie das jetzt mal für eine gute Idee hält. Am Ende angekommen, war mir Frau O. plötzlich sehr sympathisch. Auch wenn ich über den Verweis auf den Missbrauch ihres ältesten Sohnes gestolpert bin und nur hoffen kann, dass das von ihm vorher so abgesegnet war und nicht zum Erhöhen von Verkaufszahlen und Medienpräsenz preisgegeben wurde.

Fazit: Wer Hemingway erwartet, wird enttäuscht. Wer Einblicke in das Leben eines Promis will, der ist hier richtig. Mit der passenden Erwartungshaltung eine nette Lektüre, die man sich am besten irgendwo leiht oder mal im Sale ersteht.

2 von 5 Bananen

Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub von Lexy Hell

  • Titel: Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub
  • Autorinnen: Lexy Hell, Christiane Hagn
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2014

Klappentext

Lexy Hell lebt den Tattoo-Lifestyle mit Leib und Seele – ihr Körper ist ein buntes Gesamtkunstwerk. Ihr Markenzeichen: der Totenschädel auf dem Kehlkopf. Mit Anfang zwanzig zieht es die junge Österreicherin nach Berlin, wo sie in der Szene schnell bekannt wird und als Tattoo-Model voll durchstartet. Sie wird das Gesicht der Astra-Werbekampagne und läuft in Paris für Jean Paul Gaultier über den Laufsteg. Doch was kaum einer weiß: Ihren Lebensunterhalt verdient Lexy Hell sich als Bardame im Swingerclub! In Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub erzählt Lexy Hell hautnah aus ihrem bunten Leben zwischen Jobs und Partys und enthüllt pikante Details aus dem Sexleben der Deutschen.

Ich weiß gar nicht, wie bekannt Lexy Hell jenseits von Tattoo-Szene und Astra-Bier-Werbekampagnen ist, aber wer für Jean Paul Gaultier laufen durfte, dessen schriftstellerische Lebensbeichte hat ihre Daseinsberechtigung. Die Boulevard-Medien überschlugen sich fasst: „SWINGERCLUB“ stand da in fetten Lettern!! Was ist da los? SKANDAL!! Und zack, war das Buch in aller Munde (no pun intended…).

Lexy, farbenfroh und alles andere als unscheinbar, überrascht mit ihrer „Beichte“: der Job als Tattoo-Model allein zahlt die Miete nicht. Daher hat sie jahrelang unwillig, aber durch die Tattoo-Massen an der Ausübung eines „normalen“ Jobs gehindert, den Tresen – und WIRKLICH NUR DEN – in einem Berliner Swingerclub bedient. Zwischendurch ist sie dann mal fix um die Welt (also zur Fashion Week nach Paris^^) gejettet, um für einen der großen Designer unserer Zeit über den Laufsteg zu schweben. Gewürzt mit einer Prise Gewalt in der Kindheit und einem Teelöffelchen verkorkste Beziehungen, final dekoriert mit dem unsterblichen Kosenamen „Thorsten der Wichser“ für einen der Stammgäste und mit flüssiger Schreibe ergibt sich eine kurzweilige Leseleckerei.

Fazit: Gut geschrieben und spannend erzählt, hab ich das Buch erst gar nicht mehr aus der Hand gelegt und in einem durchgelesen. Das Werk lebt von den zwei schier unvereinbaren Welten Swingerclub und Fashion Week, wobei mich vor allem die Sensationsgier trieb, die Seiten in Windeseile umzublättern. Schockmomente (ihre Eltern haben sie geschlagen?? Sie kriegt wegen der Tattoos keinen Job – in BERLIN??? Thorsten DER WICHSER???) geben dem ganzen zusätzliche Würze.

4 von 5 Bananen