No Worries – Backpacking für Einsteiger von Patrick Hundt 

Urlaub war für euch bis jetzt immer eine Pauschalgeschichte, liebe Bananen? Doch jetzt wollt ihr Rollkoffer gegen Rucksack tauschen und euch ein richtiges Abenteuer gönnen? Dann herzlichen Glückwunsch, meinen Segen habt ihr 😁

Reicht euch nich? Ihr wollt auch noch Antworten auf die vielen Fragen, die euch jetzt quälen? Was, wann, wo, wie? Wohin? Alleine? Wo gibt’s günstige Flüge? Was macht den perfekten Rucksack aus? Und was packt man alles rein? Fragt nicht mich, liebe Bananen, fragt den Patrick.

Der weiß nämlich, wovon er redet und lässt euch in seinem Buch No Worries – Backpacking für Einsteiger daran teilhaben.

Das Buch ist übersichtlich, informativ und gut geschrieben. Meine Erwartungen wurden erfüllt, ich hab genau das bekommen, was ich haben wollte. Wer Infos für die erste Rucksackreise braucht, der ist hier richtig aufgehoben 😊

Kaufen könnt ihr es für 8.99€ bei Amazon.

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Into the Wild von Jon Krakauer

Bananen,

bitte lasst uns zuerst den Namen „Krakauer“ feiern 😀

Ok,und jetzt lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses spannende Werk, das, vielleicht wisst ihr es, auch schon mit Sean Penn in der Hauptrolle verfilmt wurde. (Nachtrag: Sean Penn hat den Film realisiert, Emile Hirsch war der Hauptdarsteller) 

Es handelt sich rein vom Genre her um eine Biographie, aber nicht im klassischen „er wurde geboren, dann lebte er und irgendwann war er tot“ Stil. Denn der eigentliche Sinn dieses Buches ist nicht vom Lebens des Chris McCandless zu berichten, sondern seine Todesumstände zu beleuchten.

Schon immer war Chris irgendwie anders, mit der Gesellschaft unzufrieden und stark mit der Natur verbunden. Vor allem Alaska hatte es ihm angetan und wurde zum Land seiner Träume; hier wollte er, mit möglichst wenig Ausrüstung, nur von und mit der Natur leben.

Während Schulzeit und Studium war er zum Kompromiss eines „normalen“ Lebens mit ausgedehnten Reisen in der Ferienzeit bereit. Doch kaum hielt er sein Diplom in Händen, machte er sich, ohne ein Wort an seine Familie zu richten, auf. Es zog ihn hierhin und dorthin, bis er final, nach drei Jahren des Umherwanderns, an seinem Ziel ankam: Alaska!!

Mit wenig und teils nicht idealer Ausrüstung wollte er nun seinen Plan umsetzen.

Auf leeren Seiten der mitgebrachten Bücher, u.a. ein Werk über die Flora Alaskas, hinterließ er eine Art Tagebuch, das sich viel, fast ausschließlich mit seiner Nahrung befasst.

Irgendwann sieht er sein Vorhaben als erfolgreich abgeschlossen an und macht sich auf den Rückweg. Doch Alaska ist im Sommer noch eine ganze Nummer härter als im Winter und der Fluß, auf dem Hinweg mehr ein kleines Hindernis, nun unüberwindbar. Doch da er schon viele Wochen in der Wildnis überlebt hat, ist es für Chris kein Grund, sich zu sorgen.

Er kehrt zurück zu dem für Jäger und Wanderer aufgestellten Bus, den er schon zuvor als Unterkunft genutzt hat. Für eine Weile geht sein Leben weiter wie bisher, doch plötzlich ist er sehr krank und schwach. Laut seinen Aufzeichnungen scheint er sich versehentlich selbst vergiftet zu haben. Von nun an geht es ihm jeden Tag schlechter, er hat kaum noch die Kraft zur Nahrungssuche, geschweige denn, die Wildnis zu verlassen.

Nach wenigen Tagen ist Chris tot.

Wow, was für ein aufwühlendes Buch. So absolut mit seinen Eltern zu brechen, das ist schon hart. Vor allem, wenn es scheinbar keinen Grund dazu gab. Und bei allem Verständnis für die Freuden der reinen Wildnis: es ist schon beinah pervers zu wissen, dass mit einer simplen Karte der Region in seinem Besitz Chris McCandless wahrscheinlich noch am Leben wäre.

Sehr inspirierend der Teil, dass Chris seinen Traum lebt, sich von der Gesellschaft abwendet und sein Glück in Einsamkeit und Einfachheit findet.

Das Buch beleuchtet den Fall McCandless und nennt noch einige andere junge Männer, die, zu unterschiedlichen Zeiten, einen recht ähnlichen Weg gegangen sind – i.d.R. mit glücklichererem Ausgang.

Ein Buch für alle, die gern über außergewöhnliche Biographien lesen.

5 von 5 Bananen 

Kauft es euch auf Deutsch für 8.99€ und auf Englisch für 6.29€.

Nachtrag: lest auch das Buch The Wild Truth, das Carine McCandless über die Geschichte ihrer Familie und den Tod ihres Bruders Chris verfasst hat.

Energie-Vampire: erkennen, meiden, abwehren 

Maryan Stone hat da einen durchaus kontroversen Titel gewählt, liebe Buchbananen. Menschen, die anderen die Energie förmlich aussaugen? 

Vor Jahren hatte ich mal in irgendeiner Frauenzeitschrift über die Theorie des Energie-Vampirismus gelesen und mein eigenes Umfeld direkt darin wiedererkannt. Nun war ich auf der Suche nach einer wissenschaftlichen Abhandlung zu dem Thema und dachte, ich hätte sie in diesem Werk gefunden…

Leider nicht 😂 Viele Seiten habe ich einfach nur überblättert, denn mir kam der ganze Esoterik-Quatsch recht spanisch vor. Meine Chakren reinigen? Sorry, nicht meine Welt. Ich hab schon genug damit zu tun, meine Wohnung in Ordnung zu halten, da fang ich nicht noch zusätzliches putzen an…

Was ich aber als positiv bewerten würde, ist die Auflistung der einzelnen Energie-Vampir Typen. Freunde, bei denen IMMER irgendwas ist und die IMMER Unterstützung brauchen? Menschen, die einem jede noch so kleine Kleinigkeit ihres Lebens mitteilen müssen? Leute, die Klammern und einen ganz für sich haben wollen? Macht dem einen nichts aus, laugt andere aber total aus, so dass keine Kraft mehr für das eigene Leben übrig bleibt. 

Wenn euch das ein bisschen bekannt vor kommt, dann kann ich euch das Thema empfehlen, nicht aber unbedingt dieses Buch. Außer, bei dem Wort „Chakrenreinigung“ leuchten eure Augen vor Freude, dann ist das vielleicht doch was für euch. Mir ging es zu sehr in die Esoterik Schiene. 

2 von 5 Bananen 

Kaufen könnt ihr es für 8,99€ als Taschenbuch und für 7,99€ als eBook bei Amazon.

Karl Moores „18 Rules of Happiness“

Liebe Bananen, ich muss euch sagen: eigentlich hab ich mit so „Selbsthilfebüchern“ nichts am Hut…

Jedoch ist es manchmal von Nöten, dass eigentlich offensichtliche Dinge in prägnante Worte gefasst werden. Man hört oder liest etwas, denkt „oh man!! Ja!!“ und von nun an wird es nie wieder anders sein, denn man ist förmlich erleuchtet – kennt ihr das? 😁

Dieses kleine Büchlein ist kompakt, ohne viel Drumrum-Geschwafel und in praktische kleine Kapitel unterteilt.

Wenn ihr wirklich happy werden wollt, dann gilt es laut Moore folgende Regeln zu beachten:

1. Hör auf, dich selbst zu bemitleiden
2. Sei dankbar
3. Sag öfter mal „ja“ (wenn sich Chancen auftun)
4. Folge deiner Leidenschaft (auf den Beruf bezogen)
5. Lerne loszulassen
6. Einfach mal ohne Grund was Nettes tun
7. Glück gibt es nur im Hier und Jetzt
8. Erfahrungen sind wichtiger als Dinge
9. Schätze beide Seiten der Medaille (ohne „Böse“ weiß man „Gut“ nicht zu schätzen)
10. Sei sozialer (also unternimm mehr mit Freunden usw.)
11. Mehr Liebe ❤️
12. Hab einen Traum
13. Deine Gedanken bedingen den Ausgang („das wird nicht gut gehen“ und so kommt es dann auch)
14. Erfreu dich an den kleinen Dingen des Lebens
15. Akzeptiere, wie es ist
16. Sport und gesunde Ernährung
17. „Zoom out“ alles mal als Teil eines großen Ganzen betrachten, dann fühlen sich Probleme plötzlich nicht mehr so dramatisch an
18. Lache, tanze, lächle!

Ok, bei 16. bin ich raus! Was macht glücklicher als ein Stück Schoki oder ein erfrischendes Glas unglaublich ungesunde Cola? 😂

Aber im Ganzen simpel wie profund, diese Regeln. Ihr habt das Gefühl, ihr braucht einen kleinen Schubs in die richtige Happiness-Richtung? Dann sichert euch dieses kleine Buch, das zwar euer Leben nicht grundlegend ändern, jedoch definitiv zum Nachdenken anregen wird.

3 von 5 Bananen

Kaufen könnt ihr es bei Amazon für 1,02€.

2 super Ratgeber für Solo-Reisende

Liebe Buchbananen,

habt ihr auch so ein Reiseziel, dass euch schon immer fasziniert hat? Oder träumt ihr vom ganz großen Coup, der meist ein Jahr umspannenden Weltreise?

Egal ob erst langsam rantastend oder schon lange und viel in der Welt unterwegs: wessen Reiseziel von der Pauschaltouristennorm abweicht, der wird es durchaus schwer haben, einen Begleiter aus dem Freundeskreis zu akquirieren. Kein Geld, keine Zeit, keine Lust, lieber 5* Luxus als Backpacken, Urlaub All Inclusive mit Schatzi und Nachwuchs, …. Gründe, warum man nicht zusammen kommt, gibt es viele. Doch aus Mangel an Begleitung auf die Traumreise verzichten?

Es gibt auch das andere Extrem, nämlich die, die nicht aus Mangel sondern aus bewusster Entscheidung alleine reisen bzw. es am liebsten mal würden. Und das bringt, ich kann es euch aus eigener Erfahrung sagen, viele Vorteile mit sich. Man muss auf niemanden Rücksicht nehmen, egal ob bei der Planung oder dann am eigentlichen Urlaubsort. Und man findet unterwegs immer wieder schnell Leute, mit denen man gemeinsam was unternehmen kann. Wenn es einem zu viel wird oder die Pläne unterschiedlich sind, dann gibt es so immer die Möglichkeit, getrennte Wege zu gehen. Und: man tut so furchtbar viel für Selbstbewusstsein, Selbsterkenntnis, Organisationstalent und durchaus auch für den Lebenslauf 😉

Wenn ihr jetzt vor eurer ersten großen Solo Reise steht oder euch generell einfach nur mal einlesen wollt, dann kann ich euch zwei tolle Ratgeber (trotz Titel nicht nur für die Damen interessant) empfehlen.

Frauen reisen Solo von Carina Herrmann

und

Einmal im Leben mutig sein von Daniela Konefke

Beide Autorinnen plaudern aus dem Nähkästchen ihrer Reisen und man merkt: die zwei wissen, wovon sie reden. Hier gibt es viele praktische Tipps, vom Rucksackkauf über den Inhalt der Reiseapotheke bis hin zur Wahl von örtlichen Verkehrsmitteln.

Wer praktische Leitfäden zum Solo-Reisen sucht und konkret gerade eine Tour plant, der wird hier genauso Hilfe finden wie derjenige, der das Ganze im Moment erst noch in der Phantasie durchlebt. Am Ende fragt man sich: ja, warum eigentlich nicht? Warum nicht einmal im Leben mutig sein? Was andere können, das kann ich auch 🙂

Erfahrene Backpacker werden hier wenig Neues erfahren, jedoch gibt es viele hilfreiche Tipps für alle, die gerade erst in der Übergangsphase von Rollkoffer zu Rucksack sind. Zusätzlich gibt es tolle Links zu den unterschiedlichsten Reiseblogs.

Unbedingt lesen, beide Bücher machen Lust auf das Entdecken wer Welt 🙂

4 von 5 Bananen

Fettnäpfchenführer Indien

Der Urlaub naht, liebe Buchbananen, und ich kann nicht aus meiner Haut: ich muss mich vorbereiten 😂 Gerade Mumbai, der erste Stop auf meiner Route, erscheint mir derzeit noch wie ein fremder Planet, was es zwar ungemein spannend und abenteuerlich macht, aber doch auch nach mehr Einlesen verlangt als andere Reiseziele.

Das Internet ist bei vielen – wenn nicht gar allen – Themen ein Quell fast absurder schwarz/weiß Zeichnung. Die einen sagen so, die anderen genau anders, und Mittelmaß ist ein Fremdwort. Das ist mir noch nie so krass aufgefallen wie bei meinen aktuellen Reisevorbereitung. Scheinbar kann ich in Indien nur auf ein farbenfrohes Wunderland mit vielen freundlichen Menschen treffen oder in mein Verderben rennen. Und dazu kommt noch, dass ich als Frau alleine unterwegs bin…

Glücklicherweise kennt Amazon mich nach unser langjährigen, mehrheitlich (zumindest von meiner Seite aus) monogamen Beziehung fast schon besser als ich mich selbst und beweist bei den Buchvorschlägen ein feines Gespür für das, was mich die Kreditkarte zücken lässt.

So kam es, dass der Fettnäpfchenführer Indien von Karin Kaiser den Weg zu mir fand. Reiseführer-typisch hatte ich objektive Empfehlungen oder subjektive Erfahrungen erwartet – und fand es zunächst etwa befremdlich, dass die fiktive „Alma“ mich durch Buch und Land geleitet.

Jedes Kapitel ist in drei Teile geteilt. Zunächst gibt es einen fast belletristischen Erzählabschnitt über Almas Abenteuer und ihr (Fehl-) Verhalten. Dann wird, durch den ebenfalls fiktiven Onkel Friedrich, das Fettnäpfchen benannt. Abschließend gibt es Lösungsvorschläge, wie man derartige Situationen vermeidet oder sich im schlimmsten Fall heraus rettet. In einer Infobox gibt es Hintergrundinfos zum jeweils behandelten Thema.

Nach dem ich mich einmal mit Alma angefreundet hatte, empfand ich dieses Buch als sehr hilfreich. Die Tipps sind aus dem Alltag gegriffen und 100% hätte ich mir den Großteil der Fettnäpfchen gegönnt. Jetzt habe ich das Gefühl, schon ein wenig genauer zu wissen, was mich bei meinem Abenteuer erwartet und wie ich mich sicher und respektvoll durch die indische Gesellschaft bewege.

Auf den letzten Seiten gibt es noch die wichtigsten Worte auf Hindi. Klar, Englisch ist Amtssprache. Aber sicherlich kann man mit der ein oder anderen, gezielt eingestreuten Vokabel Sympathiepunkte sammeln.

Wer neugierig auf Indien ist oder gar seine erste Reise dorthin plant, der sollte sich diese Buch zu Gemüte führen.

4 von 5 Bananen

Helge Timmerbergs African Queen

Davon träum ich ja: irgendwann hauptberuflich über meine tollen Reisen schreiben und mit meinen Erzählungen die Massen begeistern 😃

Der Timmerberg ist mir da 700 Schritte voraus, hat die Welt gesehen und in vielen wundervollen Büchern darüber berichtet. Zumindest gehe ich davon aus, dass seine anderen Werke ähnlich grandios sind wie „African Queen“. Ich les mich grad so durch … 😁

Keine Angst vor der Angst oder davor, ihre Existenz zuzugeben. Drogenbeichten, Prostitutionsandeutungen, Beziehungsprobleme: der Autor schreckt vor nichts zurück. Ich wünsche mir von Herzen für mein eigenes Seelenheil, dass sein Leben und seine Reisen wirklich so spannend waren, wie es sein Bericht vermuten lassen, und das es sich nicht um Facebook-artiges Blendwerk handelt, wo ja eh jeder der Coolste und Geilste und Schönste mit der tollsten Beziehung, dem besten Job und den spannendsten Abenteuern ist.

Ich bin begeistert, sowohl vom Schreibstil als auch vom Inhalt des Buches. Es weckt die Abenteuerlust und ich möchte augenblicklich meine 7-Meilen Stiefel an die Füße schnallen. Auf ins Abenteuer, die Welt entdecken 😃

Ideal für alle mit derzeit nicht behandelbarem Fernweh, Reisende auf Inspirationssuche und alle, die sich gerne mit dem Thema „Reise“ entertainen lassen.

5 von 5 Bananen

Kaufen könnt ihr das tolle Teil für ’nen schlanken 10er bei Amazaon.